WIR Wohnen im Revier zeichnet im Rahmen des WIR-Förderpreises Integration im Quartier fünf Initiativen mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro aus. Die Integration in den Ruhrgebiets-Quartieren stand im Mittelpunkt des Wettbewerbes.

Bürgerschaftliches Engagement leistet einen wichtigen Beitrag für die Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft, Quartiere und Nachbarschaften. Denn nur wenn alle helfen, können die Menschen vor Ort zu einer Gesellschaft zusammenwachsen.

 

Die Preisträger des ersten Preises aus Essen "Treffpunkt Süd"

Im Mittelpunkt des zweiten WIR-Förderpreises standen kleine Projekte und Initiativen, die Antworten auf folgende Fragestellungen liefern:

  • Wie können wir im Quartier das Miteinander von verschiedenen Kulturen fördern?

  • Wie gelingt es uns, den geflüchteten Menschen neue Perspektiven zu eröffnen?

  • Wie können wir die Teilhabe im direkten Wohnumfeld stärken?

  • Wie und wo finden wir einen Ort, um das interkulturelle Miteinander in Nachbarschaften zu erhalten und zu stärken?

 

Am meisten überzeugt hat...

der Runde Tisch Erbslöhstraße aus Essen!

Er wurde im Zuge der Errichtung des Zeltdorfes für Geflüchtete in der Erbslöhstraße in Altenessen Süd vor rund anderthalb Jahren gegründet, um mit 50-70 Menschen aus dem Stadtteil die neuen Mitbürger/innen zu begrüßen und über die Gestaltung ihres Alltags zu beraten. Anfang Oktober 2016 folgte dann die feierliche Eröffnung des Nachbarschaftstreffs „Treffpunkt Süd“. Dort verbringen inzwischen zahlreiche Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam Zeit, indem sie arbeiten, lernen, Sport treiben oder an Beratungsangeboten zu Themen wie Wiedereinstieg in den Beruf und Flüchtlingsberatung teilnehmen. Auch können Spiel- und Bewegungsangebote für Kinder, Mal- und Gymnastikkurse etc. genutzt werden. Aktuell sind beispielsweise noch ein Nähkurs und die Etablierung eines Eltern-Kind-Treffs im Aufbau:

 

Den zweiten und dritten Platz...

...teilten sich jeweils zwei Initiativen. Die beiden zweiten Preise gingen nach Gelsenkirchen-Altstadt an die „Integrationsoffensive 2016“ der Task-Force für Flüchtlingshilfe Gelsenkirchen e.V. und nach Mülheim an der Ruhr an das „Beschäftigungsprojekt für Flüchtlinge und Asylsuchende“ des Diakoniewerk Arbeit & Kultur. Beide Initiativen erhielten ein Preisgeld von je 2.000 Euro. Zwei dritte Plätze konnten Herner Initiativen verbuchen: „InterKULTUR fürs Quartier“ (Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne) und „Aktive Integrationsarbeit durch Akquise von Wohnraum für Flüchtlinge und anschließende Begleitung der Familien und Einzelpersonen“ (Initiative Wohnraum für Flüchtlinge).

 

Projektauswahl

Eine interdiziplinär besetzte Jury, bestehend aus Staatssekretär Michael von der Mühlen, Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, WIR-Vorstandssprecher Norbert Riffel und WIR-Vorstandsmitglied Harald Förster, wählten die preiswürdigen Projekte aus. Im Rahmen des WIR-Forums 2017 wurden die Preise von der Jury an die Preisträger übergeben.

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